Privattour auf die Seiser Alm: ein Tag ohne Eile
Die Seiser Alm ist Europas größte Hochalm: rund 56 Quadratkilometer Wiesen, Holzhütten und Heustadel, auf der einen Seite begrenzt von Langkofel (Sassolungo) und Plattkofel (Sassopiatto), auf der anderen vom unverwechselbaren Profil des Schlern (Sciliar). Hier geht es nicht um Gipfel, sondern ums langsame Schauen.
Deshalb ist diese Tour bewusst ruhig angelegt: Abholung um neun Uhr, nur etwa 40–50 Minuten Fahrt bis Seis (Siusi) und die meiste Zeit draußen statt im Auto. Wir empfehlen sie als ersten Tag in der Höhe, für Familien mit kleinen Kindern, mit den Großeltern oder einfach nach einer langen Anreise.
Der Zeitplan weiter unten ist ein Vorschlag, kein Drehbuch. Länger auf der Alm, weniger Dörfer, ein ausgiebigeres Mittagessen: Das besprechen Sie mit Ferjy, gern auch noch am Morgen selbst.
Vorgeschlagener Ablauf, Stunde für Stunde
- Abholung in BozenEin späterer Start für einen ruhigeren Tag.
- Kastelruth und SeisHöfe, Zwiebeltürme, der Schlern voraus.
- Seiser AlmHinauf mit der Seilbahn ab Seis: tagsüber ist die Straße gesperrt, und die Alm bleibt still. Flache Wege, Holzhütten, überall der Langkofel.
- Mittagessen auf der HütteKnödel, Speck und Apfelstrudel, mit Aussicht.
- GrödenWolkenstein, St. Christina und St. Ulrich: drei Dörfer, ein Tal.
- Rückfahrt nach BozenAuf Wunsch mit Halt in Waidbruck.
Ideal mit Kindern, mit Großeltern oder als erster Tag in der Höhe. Im Winter der perfekte Schneetag, mit Rodeln und Pferdeschlitten.
Anfahrt zur Seiser Alm: Straßensperre, Umlaufbahn und Mont Sëuc
Die Straße von Seis nach Compatsch (Compaccio) ist während der Sommer- und Wintersaison, solange die Umlaufbahn fährt, von 9 bis 17 Uhr für den Privatverkehr gesperrt. Am bequemsten geht es daher mit der Seiser Alm Umlaufbahn: Sie startet in Seis am Schlern und bringt Sie in rund 15 Minuten nach Compatsch, rund 800 Höhenmeter weiter oben.
Ferjy setzt Sie an der Talstation ab und holt Sie dort wieder ab, wo es für Sie am besten passt. Wer gern geht, überquert die Alm bis zur Bergstation der Bahn St. Ulrich – Seiser Alm (Mont Sëuc): etwa 6–7 km auf leichten Wegen, mit Pausen rund zwei Stunden. Mit der Gondel geht es direkt hinunter nach St. Ulrich (Ortisei), wo der Wagen schon wartet, ganz ohne denselben Weg zurück.
In der Zwischensaison, etwa von Mitte April bis Mitte Mai und von Anfang November bis Anfang Dezember, stehen die Bahnen still und die Straße ist den ganzen Tag offen; dann haben allerdings viele Hütten geschlossen. Die Zufahrtsregeln ändern sich von Jahr zu Jahr: Wir prüfen, was an Ihrem Termin gilt, und planen den Aufstieg entsprechend.
Auf der Alm: Wie weit Sie gehen, entscheiden Sie
Schon wenige Schritte von der Bergstation in Compatsch entfernt stehen Sie auf den Wiesen, den Langkofel vor sich, den Schlern im Rücken. Die Wege sind breit, gut beschildert und nur sanft geneigt. Sie brauchen weder Ausrüstung noch Kondition, nur bequeme Schuhe und eine Jacke: Auf über 1.800 Metern ist es spürbar frischer als in Bozen.
Das Mittagessen ist der lange Moment des Tages: Knödel, Speck, Almkäse und Apfelstrudel auf einer Hüttenterrasse mit Blick über die Wiesen. Auf Wunsch reservieren wir den Tisch für Sie.
- Nur Aussicht: eine kurze Runde um Compatsch, ein Kaffee in der Sonne, die schönsten Fotos.
- Ein bis zwei Stunden Spaziergang zwischen Hütten und Heustadeln, mit Einkehr zum Mittagessen.
- Almüberquerung bis zum Mont Sëuc und Talfahrt nach St. Ulrich, rund zwei Stunden Gehzeit.
- Mit Kinderwagen oder Großeltern: breite, fast ebene Wege ohne ausgesetzte Stellen.
Gröden: St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein
Am Nachmittag geht es hinunter nach Gröden, einem der ladinischen Täler der Dolomiten: Man spricht Ladinisch, Deutsch und Italienisch, und jedes Dorf trägt drei Namen. St. Ulrich hat eine Fußgängerzone und eine lange Tradition der Holzschnitzerei, die Sie in Werkstätten und Kirchen wiederfinden.
St. Christina (Santa Cristina) und Wolkenstein (Selva) liegen höher, direkt unter dem Langkofel und der Sellagruppe; von Wolkenstein führen die Straßen zum Grödner Joch (Passo Gardena) und zum Sellajoch (Passo Sella). Wer nur einen Eindruck möchte, bleibt in St. Ulrich; wer Zeit hat, fährt bis ans Talende vor die Wände der Sellagruppe.
Zurück geht es talauswärts nach Waidbruck (Ponte Gardena) und durch das Eisacktal (Valle Isarco): Von St. Ulrich bis Bozen sind es etwa 40–50 Minuten.
Im Winter: der perfekte Schneetag
Die Tour ist ganzjährig möglich. Im Winter wird die Seiser Alm zu einer weiten weißen Hochfläche mit präparierten Winterwanderwegen, Rodelbahnen und Pferdeschlittenfahrten; die Umlaufbahn fährt, und die Straße bleibt tagsüber gesperrt, wie im Sommer.
Im Winter prüfen wir die Straßenverhältnisse immer am Morgen selbst. Der Wagen fährt mit Winterreifen, und auch Skier und Skischuhe haben Platz; für reine Skitage gibt es unseren privaten Transfer nach Gröden. Wenn die Pässe geschlossen sind, wird übrigens auch die Große Dolomitenstraße zu einem Tag in Gröden und auf der Seiser Alm.
Mit anderen Tagen kombinieren
Steht die Seceda auf Ihrer Liste, lohnt sich ein eigener Tag: Die Tour Seceda und Villnößtal startet ebenfalls in St. Ulrich, zeigt aber die Geislergruppe von oben und von unten. Haben Sie nur einen Tag und möchten möglichst viel sehen, passt die große Runde: Dolomiten an einem Tag.
Für einzelne Fahrten, Restaurantbesuche am Abend oder einen Hotelwechsel zwischen den Tälern steht unser Privatchauffeur in Bozen bereit, Mietwagen mit Fahrer, immer mit Ferjy am Steuer.



